Dienstag, 10. September 2013

Ein echter Brüllknödel... (Anleitung für kleine Künstler)

... ist bei uns eingezogen. Das erste echte Kunstwerk ist ja schon was besonderes. Daher bekommt es auch ganz bald einen Ehrenplatz. 


Entstanden ist es eher spontan. Das Wetter animierte nicht zum rausgehen, die Knete (Gott sei Dank ungiftig, da selbst gemacht) wurde auch nach der zwölften Ermahnung immer wieder in den Mund gesteckt, gut durchgekaut und dann mit angewidertem Gesichtsausdruck wieder ausgespuckt. 
Da fiel mir ein, was ich neulich auf Pinterest gesehen, aber natürlich nicht gepinnt hatte.

Daher leider kein Link für euch, aber eine kurze Anleitung für den Fall, dass ihr Langeweile mit Kleinkind und noch gute Nerven habt ;-)

Dies Projekt eignet sich im Übrigen auch als Geschwister bzw. Familienaktion, als Geschenk für Papa, Oma, Opa.... In diesem Falle waren aber nur der Brüllknödel und ich beteiligt, der GöGa hat dann nachher fluchend bei der Reinigung der kleinen Künstlerin geholfen.


Leider kam ich erst in fortgeschrittenem Stadium auf die Idee der Dokumentation, aber es ist eigentlich selbsterklärend!

Ihr braucht:
- eine Leinwand in beliebiger Größe
- Malerkrepp oder anderes ablösbares Klebeband
- Fingerfarbe oder andere flüssige, gut deckende Farbe
- alten Deckel oder Teller als Palette
- optional Pinsel, geht aber bei Fingerfarbe auch per Hand äh Finger ;-)
- Schutz für die Künstler und den Arbeitsbereich 

So geht's:

Die unbemalte Leinwand kreuz und quer mit Klebeband abkleben, sodass viele verschiedene Flächen entstehen. Ich habe versucht darauf zu achten, dass nur gerade Kanten entstehen. Teils habe ich das Klebeband auch an der Seitenfläche der Leinwand weitergeführt.


Hier seht ihr den Brüllknödel schon in Aktion. Unten rechts auf der Leinwand könnt ihr die abgeklebten Flächen, noch unbemalt, erkennen.

Dann kanns schon losgehen. Ich habe je einen Klecks Fingerfarbe auf einem alten Decke einer Eisverpackung verteilt. 
Die Farben mischen sich dann von alleine im Laufe der Zeit, entweder schon auf der Palette oder auch auf dem Bild an sich. Ich habe kurz vorgemacht, wie es funktioniert, dann war aber Action angesagt. Zuerst brav mit Pinsel, später aber auch mit den Händen.
Sehr froh war ich, dass ich doch Fingerfarbe genommen hatte, die ja auch ungiftig ist bzw. eklig bitter schmeckt, denn die erste Ladung landete zielgenau im Mund. Also bitte unbedingt darauf achten! So wird nach und nach die ganz Leinwand mir Farbe gefüllt. Wenn das Kreppband schön fest angeklebt ist, bleiben die Linien selbst bei wildem Gepinsele schön klar. 
Das ganze Projekt dauert ca. 20 Minuten, also eine Zeitspanne, in der selbst noch ein kleiner Zwerg konzentriert mitmachen kann. Der Brüllknödel ist jetzt 1,5Jahre und wollte gar nicht aufhören, obwohl das Bild schon voller Farbe war.

Hier einige Fotos vom fertigen Objekt. Wichtig ist, dass man die Klebestreifen entfernt solange die Farbe noch feucht ist, damit nichts abbröckelt oder einreißt.
Da werden die Finger auf jeden Fall nochmal dreckig, also nicht schon vorher alles putzen ;-)

Unser Bild ist etwas grünlastig geworden, gefallen tut es uns aber trotzdem gut. Der erste echte Brüllknödel eben.




Da Fingerfarbe trocken sehr matt ist, könnte man je nach Belieben noch mit Klarlack nachhelfen. Das aber bitte an der frischen Luft und ohne Kids ;-)

Wer möchte kann die weißen "Pfade" noch weitergestalten, zum Beispiel Kleber verteilen und mit Sand oder Glitter oder Reis oder oder oder bestreuen. Wir haben jetzt erstmal darauf verzichtet.

Auch die Flächen können natürlich noch beklebt werden. Ältere Kinder entscheiden sich vielleicht für eine bestimmte Farbgestaltung, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Vielleicht hat ja jemand von euch Lust bekommen, einen der kommenden Herbsttage mit Pinsel/ Finger und Farbe zu verbringen.
Viel Spaß damit!!!

Obwohl nichts textiles, aber dennoch kreativ geht der Post samt Anleitung rüber zum Creadienstag!!

Liebste, regenerische Grüße
Tine

PS: Wenn jemand den Originallink hat, ich füge ihn gern dazu!

Kommentare:

  1. Das sieht richtig cool aus. Fingerfarbe besorgen und auf schlecht Wetter hoffen - NE! lieber warten... heut geht´s noch mal raus! Danke für die Idee
    LG
    Zottellotte Sonja

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  2. Tolle Idee, um aus den Fingerfarbenschmierereien mal etwas besonderes zu machen! ich habe vorhin einen Pin gesehen, der hätte passen können, dort wurde das Wort "Love" mit Klebeband aufgeklebt.

    Für die nächste Schmieraktion merk ich mir das, probieren wir sicher aus!

    Vielen Dank für deine Verlinkung in meinem Schlechtwetterprogramm ;-) Ich würde mich freuen, wenn du meinen Link auch noch mit einbauen könntest, damit auch andere zu mir finden und ihre Ideen verlinken können.

    Liebe Grüße
    Christina

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  3. Liebe Tine, vielen Dank für deinen Besuch auf meinem Blog und deiner lieben Worte! Euer Bild ist auch zauberhaft geworden!!! Hatte überlegt ob wir noch welche als Weihnachtsgeschenke für die Großeltern machen sollen....die Idee von FiLuMas dazu find ich klasse....einfach den Namen der Oma mit Tape abkleben....

    lg
    Yvonne

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