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Mittwoch, 30. Oktober 2013

Von fleißigen Bienen, Spechten und Schmetterlingen

Heute haben wir mal was fürs gute Gewissen getan. Nein, wir waren nicht shoppen, wie angekündigt, sondern haben uns dafür entscheiden mit unseren vier Händen den Garten soweit winterfest zu machen. Natürlich wäre so ein Stadtbummel ohne Anhang viel attraktiver gewesen, aber der innere Schweinehund hatte sich heute in seine Hütte verkrochen und so haben wir losgelegt. Ne Menge haben wir schon geschafft:
- Rasenmäher repariert
- Rasen gemäht
- Tauchpumpe repariert
- Efeuhecke geschnitten
- Hochbeet abgeräumt (bis auf den Grünkohl, der braucht noch Frost)
- Tomatenhaus abgebaut (leider ein Sturmschaden)
- Mega Planschbecken gereinigt und verstaut (da war der Schweinehund besonders groß)






Einiges bleibt trotzdem zu tun, besonders im Vorgarten. 1000 qm bergen einiges an Arbeit....
Es war zwar heute trocken, dennoch war ich froh, mir gestern noch eine Mütze genäht zu haben. Auf die Schnelle sozusagen.
Ich habe mich für einen einfachen Beanieschnitt nach dem Freebook von Lauseküken entschieden. Naja, also mein Traumschnitt ist es nicht, was aber eher an meiner Kopfform liegt als am Schnitt. Schön schnell genäht ist er auf jeden Fall, werde es für die Mädels noch einmal probieren.








Der Rest Woodpecker Jersey von Nell kam mir da gerade recht. Da musste ich kaum zuschneiden, sondern konnte direkt loslegen.
An meine Hochzeitsreisenmütze kommt das gute Teil nicht ran, wenn ich die doch nur wiederfinden würde (das alte Problem, nech?)... Meine erste Beaniemütze wandert jedenfalls heute zu den Mittwochsmützen.










Und dann hatte ich euch noch versprochen mein neues Bastelwerk zu zeigen. Hier kommt es.
Ganz einfach nachzumachen und viele Variationsmöglichkeiten.
Man nehme eine Leinwand in beliebiger Größe (hier 30x30) und bepinsele sie mit einer Farbe seiner Wahl (hier Acrylpaste in Perlmuttsatin). Diese sollte zum anschließend trocknen. (hier eine Mittagsschlaflänge)
Viele bunte Motive ausstanzen (hier Riesenmotivstanzer Schmetterling von Butt*ne**e). Aus dem Baumarkt habe ich mir diese kleinen Karten mit Farbmustern aus der Farbenabteilung mitgenommen. So kann man die Farbverläufe wunderschön laufen lassen.



Hier sind viele Schmetterlinge schon den Quetschehändchen vom Brüllknödel in die Hände gefallen, sodass unsere Farbverläufe etwas sprunghaft sind. Die Motive zur Probe auf die Leinwand legen, noch mal positionieren mit dem Klebestift festkleben. Wer den Motiven einen 3D Look geben möchte kann sie vorher noch mit Hilfe eines Stiftes oder dünnen Stabes etwas runden. So stehen sie etwas von der Leinwand ab. Die Idee ist natürlich nicht auf meinem Mist gewachsen, sondern ich habe sie bei Pinterest schon in vielen Varianten gesehen, zum Beispiel hier.

Und weil man dieses kleine Projekt prima samt kleiner Anhängerschaft machen kann, kommt es noch flugs zu Filumas Schlechtwetterprogramm.

So, nun werde ich mich aufs Sofa zu einer kleinen Teestunde verabschieden. Und das mal ganz ohne schlechtes Gewissen...

Liebe Grüße
eure Tine

PS: Bis morgen um Mitternacht (wie passend bei Halloween) könnt ihr euch noch zum Adventskalender Sew Along eintragen.

PPS: Sorry, die Bilder sind echt nicht toll, habe sie eben schnell mit dem Handy bearbeitet. Ich gelobe Besserung!




Dienstag, 10. September 2013

Ein echter Brüllknödel... (Anleitung für kleine Künstler)

... ist bei uns eingezogen. Das erste echte Kunstwerk ist ja schon was besonderes. Daher bekommt es auch ganz bald einen Ehrenplatz. 


Entstanden ist es eher spontan. Das Wetter animierte nicht zum rausgehen, die Knete (Gott sei Dank ungiftig, da selbst gemacht) wurde auch nach der zwölften Ermahnung immer wieder in den Mund gesteckt, gut durchgekaut und dann mit angewidertem Gesichtsausdruck wieder ausgespuckt. 
Da fiel mir ein, was ich neulich auf Pinterest gesehen, aber natürlich nicht gepinnt hatte.

Daher leider kein Link für euch, aber eine kurze Anleitung für den Fall, dass ihr Langeweile mit Kleinkind und noch gute Nerven habt ;-)

Dies Projekt eignet sich im Übrigen auch als Geschwister bzw. Familienaktion, als Geschenk für Papa, Oma, Opa.... In diesem Falle waren aber nur der Brüllknödel und ich beteiligt, der GöGa hat dann nachher fluchend bei der Reinigung der kleinen Künstlerin geholfen.


Leider kam ich erst in fortgeschrittenem Stadium auf die Idee der Dokumentation, aber es ist eigentlich selbsterklärend!

Ihr braucht:
- eine Leinwand in beliebiger Größe
- Malerkrepp oder anderes ablösbares Klebeband
- Fingerfarbe oder andere flüssige, gut deckende Farbe
- alten Deckel oder Teller als Palette
- optional Pinsel, geht aber bei Fingerfarbe auch per Hand äh Finger ;-)
- Schutz für die Künstler und den Arbeitsbereich 

So geht's:

Die unbemalte Leinwand kreuz und quer mit Klebeband abkleben, sodass viele verschiedene Flächen entstehen. Ich habe versucht darauf zu achten, dass nur gerade Kanten entstehen. Teils habe ich das Klebeband auch an der Seitenfläche der Leinwand weitergeführt.


Hier seht ihr den Brüllknödel schon in Aktion. Unten rechts auf der Leinwand könnt ihr die abgeklebten Flächen, noch unbemalt, erkennen.

Dann kanns schon losgehen. Ich habe je einen Klecks Fingerfarbe auf einem alten Decke einer Eisverpackung verteilt. 
Die Farben mischen sich dann von alleine im Laufe der Zeit, entweder schon auf der Palette oder auch auf dem Bild an sich. Ich habe kurz vorgemacht, wie es funktioniert, dann war aber Action angesagt. Zuerst brav mit Pinsel, später aber auch mit den Händen.
Sehr froh war ich, dass ich doch Fingerfarbe genommen hatte, die ja auch ungiftig ist bzw. eklig bitter schmeckt, denn die erste Ladung landete zielgenau im Mund. Also bitte unbedingt darauf achten! So wird nach und nach die ganz Leinwand mir Farbe gefüllt. Wenn das Kreppband schön fest angeklebt ist, bleiben die Linien selbst bei wildem Gepinsele schön klar. 
Das ganze Projekt dauert ca. 20 Minuten, also eine Zeitspanne, in der selbst noch ein kleiner Zwerg konzentriert mitmachen kann. Der Brüllknödel ist jetzt 1,5Jahre und wollte gar nicht aufhören, obwohl das Bild schon voller Farbe war.

Hier einige Fotos vom fertigen Objekt. Wichtig ist, dass man die Klebestreifen entfernt solange die Farbe noch feucht ist, damit nichts abbröckelt oder einreißt.
Da werden die Finger auf jeden Fall nochmal dreckig, also nicht schon vorher alles putzen ;-)

Unser Bild ist etwas grünlastig geworden, gefallen tut es uns aber trotzdem gut. Der erste echte Brüllknödel eben.




Da Fingerfarbe trocken sehr matt ist, könnte man je nach Belieben noch mit Klarlack nachhelfen. Das aber bitte an der frischen Luft und ohne Kids ;-)

Wer möchte kann die weißen "Pfade" noch weitergestalten, zum Beispiel Kleber verteilen und mit Sand oder Glitter oder Reis oder oder oder bestreuen. Wir haben jetzt erstmal darauf verzichtet.

Auch die Flächen können natürlich noch beklebt werden. Ältere Kinder entscheiden sich vielleicht für eine bestimmte Farbgestaltung, der Phantasie sind keine Grenzen gesetzt.


Vielleicht hat ja jemand von euch Lust bekommen, einen der kommenden Herbsttage mit Pinsel/ Finger und Farbe zu verbringen.
Viel Spaß damit!!!

Obwohl nichts textiles, aber dennoch kreativ geht der Post samt Anleitung rüber zum Creadienstag!!

Liebste, regenerische Grüße
Tine

PS: Wenn jemand den Originallink hat, ich füge ihn gern dazu!